Hallo liebe Freunde! 

                                                                                                                   

 

Wisst Ihr was ich noch gar nicht geschafft habe Euch zu erzählen! Frauchen hat für mich einen ganz tollen Spielplatz entdeckt, zu dem wir jeden Sonntagnachmittag (für zwei Stunden)hin fahren können. Der trägt auch echt den richtigen Namen: „Power-Pfoten“. Na das sagt doch schon alles, oder nicht!? Gleich am Anfang unseres ersten Besuches bin ich auf so einen komischen, großen Kasten gesprungen und habe mich erst einmal umgesehen. Wow, war der Platz aber groß und auch Spielgeräte waren da. Die musste ich doch gleich alle einmal ausprobieren. Es gibt eine große Betonröhre, die in einem Erdhügel steckt und Reifen, auf die man hinauf springen aber auch hindurch laufen oder krabbeln kann. Sogar kleine Hürden in verschiedener Höhe zum herüber springen, oder – wenn man keine Lust hat – zum unter durch laufen. (grins, kicher) Na und Planschbecken sind auch da. Alles was das Hundeherz begehrt!

Meine Freundin Kathy treffe ich da auch fast jedes Mal. Zwei neue, super gute Freunde habe ich dort kennen gelernt. Den Max und den Liam. Liam ist der richtige Partner zum Wettrennen und Max? Er sieht zwar nicht so aus wie ich, aber er könnte mein Zwillingsbruder sein. Wir sind uns so ähnlich, denn wenn wir zwei so richtig anfangen zu toben, dann sind zwei Stunden doch viel zu kurz!  

„Kommt da mein Freund Mitsch?“, dachte ich einen Nachmittag. Von der Bahn her kamen drei Hunde und ihre Menschen in meine Richtung. Und der eine sah aus wie Mitsch, ein Rotti, aber beim genauen hinsehen bemerkte ich, dass es sich um ein Mädchen handelte. Sofort war ich total verliebt in sie und sie auch in mich. Leider durfte sie nicht von der Leine. Und denn noch haben wir so schön gespielt. Als guter Gastgeber habe ich mich natürlich auch für die anderen beiden interessiert, aber nur kurz. Die Rotti-Dame zog mich voll in ihren Bann.

 

Wärend des Spielens forderte ich sie immer wieder auf zu mir auf die Siloballen zu kommen. Sie wollte auch, aber irgendwie klappte es nicht. Plötzlich, war auf einmal die kleinste und älteste aus dem Rudel bei mir auf den Ballen. Was ich dann sah konnte ich fast nicht glauben. Ihr Frauchen gab ihr ein Zeichen und sie machte mit der Pfote winke–winke. Leider gingen sie bald weiter und mir bleibt nur die Hoffnung, dass ihr Weg sie irgendwann, wieder einmal bei mir vorbei führt.

 

Wo ich Euch gerade so von all’ meinen schönen Spiel- und Tobebekanntschaften erzähle, muss ich auch noch von den beiden Jungen erzählen. Gleich am Anfang der Woche wurde noch mehr, frisch geerntetes Silo gebracht. Frauchen und ich waren zum Lagerplatz gefahren um nachzusehen, wie viel es dieses Mal waren. Das war richtig spannend. Als der Schlepper und die Anhänger vorbei waren, bin ich gleich hinterher um beim abladen zu zusehen. Da ich von unten nicht so richtig gucken konnte, war ich schnell auf die Ballen gehüpft.

 

Ja und dann waren da die beiden Jungen mit von der Partie, die genau wie ich, für jeden Spaß zu haben waren. Als alle Ballen auf ihrem Platz standen, kletterten sie auf die Ballen um auf ihnen hin und her zu laufen. Ich brauch Euch ja wohl nicht sagen, wer da ratz fatz hinter her gesprungen ist und mit getobt hat! Egal ob Hund oder Mensch: Freund ist Freund, und mit Freunden kann man immer und überall Spaß haben.

Dass ich auch eine gefiederte Freundin habe, wisst Ihr ja! Ihr vertrauen zu mir macht mich richtig stolz. Sie wird auch immer mutiger. Bis jetzt war für sie an der Dielentür Schluss. Nun weiß ich nicht, ob sie vielleicht dachte, wenn ich da in Oma Zitas Bettchen liege, hat sie ihren Bodyguard bei sich. Jedenfalls kam sie einen Morgen plötzlich von der Diele gehüpft und umkreiste mein Bettchen in aller Ruhe. Guckte in mein Planschbecken, so dass ich dachte – will sie jetzt auch noch Baden gehen? – Aber nein, sie sah sich dann an der Strasse um und hüpfte wieder zurück. Da bin ich doch gespannt was sie sich als nächstes so ausdenkt! Wichtig ist nur, dass sie von der Strasse und den Autos weg bleibt. Nicht jeder kennt Hüpfer und weiß dass sie nicht schnell weg laufen kann. (Sorgenfalten auf der Stirn)

 

Ganz unverhofft kam mich mein Freund Zawi besuchen. Mensch habe ich mich da gefreut. Mir war nach dem Stöckchenspiel. Doch Zawi war von den ganzen Gerüchen, die hier bei mir auf dem Hof sind, völlig durch den Wind. Hin und her und kreuz und quer lief er über den Hof und landete letzt endlich in der Scheune.

Und da hatte ich die Idee ihm zu zeigen wo meine Kälbchen Finja und Gloria ihre Sommerresidenz haben. Ja, das war nun aber auch was für ihn. Finja und Gloria sah vorsichtig von draußen zu, was in ihrem Stall passierte. Gloria wagte sogar einen Schritt hinein, doch ganz wollte sie doch nicht zu uns kommen.

Zawis Frauchen war nach einiger Zeit der Meinung, dass es nun reicht und sie wieder besser nach Hause geht. Nee, das war nun aber nicht Witzig. Zawi ist so selten bei mir. Noch nicht gehen. Bleibt doch noch hier. Zawi versuchte den Heimweg durch ein Verkehrsschild abzubremsen. Als das nichts half schnappte ich mir schnell die Leine und hielt ihn fest. Immer wieder zog ich ihn zurück Richtung Hof.

 

Plötzlich, bei dem ganzen Kampf mit der Leine hatte ich mich so vertüdert, dass ich umgefallen bin. Bloß nicht die Leine los lassen, dachte ich. Da kam Zawi mir zur Hilfe und hielt sie auch mit fest. So hatten wir dann am Ende doch den gewünschten Erfolg und gingen noch einmal zurück zum Hof!

Wir durften noch eine kleine Runde auf meinen geliebten Siloballen spielen, obwohl er sich da oben nicht so ganz wohl fühlte. Verstehe ich ja, mit den kurzen Beinchen ist das da oben drauf nicht gerade einfach. Als Dackel soll er wegen des langen Rückens so und so nicht so viel Springen. Wie wir da so spielten ist es spät geworden und ich musste einsehen, dass es an der Zeit war, Zawi nach Hause gehen zu lassen.

 

Noch immer aufgekratzt von all’ den schönen Gedanken an die Erlebnisse mit meinen Freunden, grüßt Euch ganz lieb Euer Luca